Darum geht es in diesem Artikel
In Sachsen blieb 2025 eine bei der Bundesagentur gemeldete Stelle für Fachkräfte der Energietechnik im Median 109 Tage unbesetzt, gut dreieinhalb Monate. Zu dieser Berufsgruppe gehört der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. In der Berufsgruppe Elektrotechnik, zu der der Elektroniker für Geräte und Systeme gehört, waren es in Sachsen 93 Tage. Gezählt wird ab dem Tag, an dem die neue Fachkraft anfangen sollte. Für Chemnitz gibt es keinen eigenen Wert für Elektroniker, der nächste verfügbare ist der für Sachsen.
Wie lange bleibt eine Elektroniker-Stelle in Sachsen unbesetzt?
Der Wert von 109 Tagen gilt für die ganze Berufsgruppe Energietechnik, nicht für den Elektroniker allein. Zu ihr gehört der Ausbildungsberuf Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik. Bundesweit lag der Wert für dieselbe Berufsgruppe bei 105 Tagen. Eine Stelle bleibt in Sachsen damit im Median vier Tage länger offen als im bundesweiten Median.
Für Ihre Planung heißt das, mit gut dreieinhalb Monaten zu rechnen. Bei der Hälfte der besetzten Stellen hat es länger gedauert.
Welcher Elektroniker zu welcher Zahl gehört
Die Bundesagentur ordnet die Elektroniker-Berufe unterschiedlichen Berufsgruppen zu. Für Sachsen veröffentlicht sie nur Werte auf der Ebene der Berufsgruppe, also keinen eigenen Wert für die Bauelektrik. Alle Werte in der Tabelle stammen aus der Engpassanalyse 2025, gelten für Fachkräfte und stellen Sachsen dem bundesweiten Wert derselben Ebene gegenüber.
| Beruf | Einordnung (KldB) | Sachsen, Median | Bundesweit, Median |
|---|---|---|---|
| Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik | Bauelektrik 2621, Teil der Energietechnik 262 | 109 Tage, Wert der Energietechnik 262 | 105 Tage, Wert der Energietechnik 262 |
| Elektroniker für Betriebstechnik | elektrische Betriebstechnik 2625, Teil der Energietechnik 262 | 109 Tage, Wert der Energietechnik 262 | 105 Tage, Wert der Energietechnik 262 |
| Elektroniker für Geräte und Systeme | Elektrotechnik 263 | 93 Tage | 96 Tage |
Was die Bundesagentur misst
Die Vakanzzeit beginnt mit dem gewünschten Besetzungstermin und endet mit der Abmeldung der gemeldeten Stelle beim Arbeitgeberservice. Gezählt werden nur Stellen, die auch besetzt wurden. Die Abmeldung ist laut Bundesagentur nur eine Näherung für den Tag, an dem die Stelle tatsächlich besetzt war. Die Wochen, in denen Ihre Stellenanzeige schon vor dem Wunschtermin online steht, sind in der Vakanzzeit also nicht enthalten.
Gibt es eine eigene Zahl für Elektroniker in Chemnitz?
Nein. Für Chemnitz veröffentlicht die Bundesagentur keine eigene Vakanzzeit für Elektroniker, die Engpassanalyse reicht nur bis zu den Bundesländern. Deshalb ist für einen Betrieb in Chemnitz der Wert für Sachsen die nächste verfügbare Zahl.
Die Agentur für Arbeit Chemnitz nennt in ihrer Pressemitteilung von Ende September 2026 einen eigenen Wert, allerdings über alle Berufe. Laut Agentur dauerte es im September 2026 in Chemnitz im Schnitt 140 Tage, bis eine Stelle besetzt werden konnte. Für ganz Sachsen nennt dieselbe Mitteilung 158 Tage. Mit dem Median der Engpassanalyse lassen sich diese Werte nicht vergleichen. Die Agentur rechnet über alle Berufe und spricht von einem Schnitt, die Engpassanalyse nennt den Median einer einzelnen Berufsgruppe. Ob Elektroniker in Chemnitz schneller oder langsamer zu finden sind als im übrigen Sachsen, lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen nicht ablesen.
Chemnitz hatte im September 2026 mit 10,1 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in Sachsen. Diese Quote gilt für alle Berufe zusammen und sagt nichts darüber, wie viele Elektroniker verfügbar sind.
Bei den Fachkräften der Energietechnik kamen in Sachsen 2025 auf eine gemeldete Stelle rechnerisch 0,9 Arbeitsuchende. Die Arbeitslosenquote in diesem Beruf lag bei 2,4 Prozent. Die Bundesagentur stuft die Energietechnik in Sachsen als Engpassberuf ein. Weitere Zahlen zu einzelnen Regionen finden Sie unter Regionaler Arbeitsmarkt und Trends, Beiträge zur Branche unter Elektrotechnik.
Wie Betriebe in einer anderen Region um dieselben Elektroniker werben, zeigt unser Beitrag Elektroniker in Karlsruhe finden.
Wie Sie die Besetzung zeitlich planen
Soll Ihr neuer Elektroniker möglichst sofort anfangen, ist der Wunschtermin heute. Nach dem Wert für Sachsen bleibt eine Stelle in der Energietechnik dann im Median noch gut dreieinhalb Monate offen. Beginnen Sie die Suche deshalb deutlich vor dem Termin, an dem Sie den Elektroniker in der Werkstatt oder auf der Baustelle brauchen.
Die Kündigungsfrist des Kandidaten
Ein Elektroniker, der heute in einem anderen Betrieb arbeitet, muss dort zuerst kündigen. Die gesetzliche Grundfrist für Arbeitnehmer beträgt vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats. Die längeren Fristen von einem bis sieben Monaten, die mit der Betriebszugehörigkeit steigen, gelten nach dem Gesetz nur für Kündigungen durch den Arbeitgeber. Im Arbeitsvertrag kann trotzdem auch für den Arbeitnehmer eine längere Frist stehen. Sie darf aber nicht länger sein als die Frist, die für den Arbeitgeber gilt.
Deshalb hängt der früheste Starttermin vom Vertrag des Kandidaten ab. Fragen Sie im ersten Gespräch nach der Frist, die in seinem Vertrag steht, und legen Sie den Starttermin danach fest.
Zwei Schritte für Ihre Planung
Legen Sie zuerst den Termin fest, ab dem der neue Elektroniker in Ihrem Betrieb arbeiten soll. Beginnen Sie die Suche dann deutlich vor diesem Termin und fragen Sie jeden Kandidaten nach seiner Kündigungsfrist.
Wie Sie Elektroniker erreichen, die nicht aktiv suchen
Auf eine gemeldete Stelle in der Energietechnik kam in Sachsen 2025 rechnerisch weniger als ein Arbeitsuchender. Gute Elektroniker gibt es in Ihrer Region trotzdem. Sie arbeiten heute in einem anderen Betrieb und suchen selbst nicht aktiv nach etwas Neuem. Ihre Stellenanzeige sehen sie deshalb oft gar nicht. Offen für einen Wechsel sind viele von ihnen trotzdem, etwa weil das Verhältnis zum Vorgesetzten nicht mehr stimmt oder der Betrieb ihnen keine Perspektive bietet. Von sich aus melden sie sich aber nicht bei Ihnen.
Bei FokusFachkraft warten wir deshalb nicht, bis diese Elektroniker von selbst auf Ihren Betrieb stoßen. Wir machen Ihren Betrieb in der Region als Arbeitgeber sichtbar und sprechen passende Elektroniker direkt an. Diesen Ablauf nennen wir Mitarbeiter-Maschine 2.0. Die ersten Gespräche führen unsere Recruiter selbst. Dabei prüfen sie, ob ein Kandidat fachlich passt, ob er zum Wechsel bereit ist, ab wann er verfügbar ist, wie weit er entfernt wohnt und was er erwartet. Ihr Betrieb spricht danach nur mit diesen Kandidaten. Die Entscheidung, wen Sie einstellen, bleibt bei Ihnen.
Über alle bisher betreuten Positionen liegt unser Erfahrungswert bei ⌀ 26 Tagen bis zur Besetzung. Das ist ein Erfahrungswert und keine Zusage für ein bestimmtes Einstellungsdatum. Diese Zahl stammt aus unseren eigenen Aufträgen und nicht aus der Statistik der Bundesagentur. Deshalb lässt sie sich nicht direkt mit der Vakanzzeit vergleichen.
Je nach Position gibt es eine schriftliche Bewerbergarantie und zusätzlich eine Einstellungsgarantie. Wie solche Besetzungen bei anderen Betrieben gelaufen sind, zeigen die Kundenergebnisse. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre Elektroniker-Stelle an und sagen Ihnen, wie wir die Suche angehen würden.






























