Darum geht es in diesem Artikel
Für Wareneingang, Bestand, Verpackung und Verladung reicht ein Fachlagerist, für Tourenplanung, Materialfluss und Bestellungen brauchen Sie eine Fachkraft für Lagerlogistik. Die Fachkraft lernt ein Jahr länger und in diesem dritten Jahr unter anderem, Lagerkennzahlen zu berechnen und bei der Tourenplanung mitzuwirken.
Welcher Abschluss zu welcher Lagerarbeit passt
Für Wareneingang, Bestandskontrolle, Verpackung und das Beladen von Lkws reicht ein Fachlagerist. Sollen Ihre Leute auch Auslieferungstouren planen, den Materialfluss im Betrieb verbessern und Waren bestellen, suchen Sie eine Fachkraft für Lagerlogistik.
Beide Berufe regelt eine gemeinsame Verordnung, die seit dem 1. August 2004 gilt. Ihr Ausbildungsberufsbild ist bis auf einen Punkt gleich. Im dritten Ausbildungsjahr lernt die Fachkraft laut Ausbildungsrahmenplan unter anderem, Lagerkennzahlen zu berechnen und beim Tourenplan mitzuwirken. Der Fachlagerist hat dieses dritte Jahr nicht, seine Ausbildung endet nach zwei Jahren.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt Büroräume nur bei der Fachkraft für Lagerlogistik als möglichen Arbeitsort. Fachlageristen arbeiten laut derselben Quelle vor allem in Lagerhallen und Kühlhäusern sowie auf Lagerplätzen im Freien. Mehr zum Beruf steht auf der Seite Fachkraft für Lagerlogistik.
| Beruf | Ausbildung | Typische Aufgaben | Arbeitsort laut Bundesagentur |
|---|---|---|---|
| Fachlagerist | zwei Jahre | Güter annehmen und prüfen, Bestand kontrollieren, Inventur, verpacken, Lkws beladen | Lagerhalle, Kühlhaus, Lagerplatz im Freien |
| Fachkraft für Lagerlogistik | drei Jahre | zusätzlich Auslieferungstouren planen, Materialfluss verbessern, Waren bestellen | auch Büroräume |
Was die Statistik zu Lohn und Arbeitsmarkt zeigt
In der Klassifikation der Berufe gehören Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik zur selben Berufsgattung „Berufe in der Lagerwirtschaft, Fachkraft“. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt Löhne nur für solche Berufsgattungen. Einen getrennten Lohnwert für Fachlageristen und für Fachkräfte für Lagerlogistik weist die Bundesagentur deshalb nicht aus. Den gemeinsamen Wert beider Berufe zeigt der Entgeltatlas, wenn Sie dort „Fachlagerist“ oder „Fachkraft für Lagerlogistik“ eingeben.
Belegt ist dagegen der Abstand zum Helfer. Bundesweit lag das mittlere Monatsbrutto einer Fachkraft in der Lagerwirtschaft laut Entgeltatlas 2024 um 493 Euro über dem eines Helfers. Berechnet hat diesen Abstand die Bertelsmann Stiftung. Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik zählen in diesem Vergleich beide zur Gruppe der Fachkräfte.
Bundesweit fordern Betriebe in 30 Prozent der Stellenanzeigen für Fachkräfte in der Lagerwirtschaft ausdrücklich einen Berufsabschluss. Die Arbeitslosenquote lag in dieser Gruppe der Fachkräfte bundesweit bei 4,9 Prozent, bei den Helfern in der Lagerwirtschaft bei 15,7 Prozent. Beide Angaben stammen aus einem Berufssteckbrief der Bertelsmann Stiftung vom Juli 2026.
Was über Lagerberufe in Duisburg und Nordrhein-Westfalen bekannt ist
Nach Zahlen von 2023 arbeitete in Duisburg etwa jeder zehnte Beschäftigte in der Logistik, so die NRW.BANK. Ende März 2026 arbeiteten im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg in der Branche Verkehr und Lagerei 247 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigung im Bezirk insgesamt sank im selben Zeitraum. Mehr zu diesen Branchen steht in den Übersichten Intralogistik und Spedition und Logistik.
Im September 2026 kamen bei der Agentur für Arbeit Duisburg in den Verkehrs- und Logistikberufen 12,5 Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle. Das ist etwas mehr als im Durchschnitt aller Berufe im Bezirk. Zu dieser Gruppe zählen auch Fahrer und Helfer. Wie viele Fachlageristen oder Fachkräfte für Lagerlogistik unter diesen Arbeitslosen sind, zeigt die Zahl deshalb nicht. Bundesweit sind Fachkräfte in der Lagerwirtschaft deutlich seltener arbeitslos als Helfer. Im Arbeitsmarktreport der Bundesagentur für Arbeit für Duisburg stehen keine eigenen Werte für diese beiden Berufe, auch nicht zur Dauer bis zur Besetzung einer Stelle. Wie sich die Suche nach dieser Fachkraft in einer anderen Stadt darstellt, beschreibt der Beitrag zur Fachkraft für Lagerlogistik in Osnabrück.
In den Datenblättern des Bundesinstituts für Berufsbildung stehen Zahlen zu beiden Berufen erst für das Land. Ende 2024 lernten in Nordrhein-Westfalen 4.503 Auszubildende den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik. Zum Fachlageristen lernten im Land zur selben Zeit 2.037 Auszubildende. Bundesweit wurden 2024 bei der Fachkraft für Lagerlogistik 30,6 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Beim Fachlageristen waren es 34,8 Prozent. Eine Abbruchquote ist das nicht, denn auch ein Wechsel des Ausbildungsbetriebs zählt als Lösung.
Berufsschule und Kammer in Duisburg
Das Kaufmännische Berufskolleg Walther Rathenau in Duisburg hat Bildungsgänge für beide Berufe. Fachlageristen lernen dort zwei Jahre in Teilzeit. Angehende Fachkräfte für Lagerlogistik haben in der Regel drei Jahre Unterricht in Teilzeit mit Blöcken von einer Woche. Ein Fachlagerist kann an dieser Schule mit einem dritten Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik weiterlernen. Die Verordnung erlaubt diese Fortsetzung. Automatisch geschieht sie aber nicht. Was das für Vertrag und Vergütung im dritten Jahr bedeutet, klären Sie mit der zuständigen Kammer, der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg.
Wenn Ihr erfahrener Lagerhelfer den Abschluss nachholen soll
Ein Lagerhelfer ohne Ausbildung in Ihrem Betrieb kann den Abschluss auch über die Externenprüfung erreichen. Nach dem Berufsbildungsgesetz wird zur Abschlussprüfung auch zugelassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit im Beruf gearbeitet hat. Für den Fachlageristen sind das drei Jahre, für die Fachkraft für Lagerlogistik viereinhalb Jahre. Welche Nachweise reichen und ob die Kammer auch kürzere Zeiten anerkennt, erfragen Sie bei der Niederrheinischen IHK. Wie es nach dem Abschluss bis zur Lagerleitung weitergehen kann, beschreibt der Beitrag zum Aufstieg als Fachkraft für Lagerlogistik in Bielefeld.
So entscheiden Sie für Ihre Stelle im Lager
Schreiben Sie die Aufgaben der Stelle auf und prüfen Sie, ob Tourenplanung, Lagerkennzahlen oder Bestellungen dazugehören. Gehören sie dazu, suchen Sie eine Fachkraft für Lagerlogistik. Reicht ein Fachlagerist, sprechen Sie schon bei der Einstellung mit ihm über die spätere Fortsetzung zur Fachkraft.
Wie FokusFachkraft eine Stelle im Lager nach diesem Profil besetzt
Sind die Aufgaben Ihrer Stelle im Lager klar, steht auch fest, ob Sie einen Fachlageristen oder eine Fachkraft für Lagerlogistik suchen. An diesem Profil richten wir unsere Suche aus. Wir besetzen Stellen. Besetzt ist eine Stelle für uns erst, wenn die neue Fachkraft ihren Arbeitsvertrag unterschrieben hat.
Gut ausgebildete Lagerleute in Ihrer Region arbeiten in der Regel schon im Lager eines anderen Betriebs und suchen selbst nicht aktiv nach etwas Neuem. Auf eine Stellenanzeige im Jobportal stoßen sie deshalb selten. Offen für einen Wechsel ist eine solche Fachkraft trotzdem, wenn etwa der Arbeitsweg zu lang ist oder im jetzigen Betrieb die Perspektive fehlt. Von allein bewirbt sie sich bei Ihnen aber nicht.
Deshalb gehen unsere Recruiter auf passende Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik direkt zu. Dabei stellen sie Ihren Betrieb als Arbeitgeber in der Region vor. Unser Name für dieses Vorgehen ist Mitarbeiter-Maschine 2.0. Das erste Gespräch mit jedem Kandidaten führt ein Recruiter von uns. Er klärt die fachliche Eignung für Ihr Profil und die Wechselbereitschaft. Außerdem fragt er nach Verfügbarkeit, Entfernung zum Betrieb und Erwartungen. Zu Ihnen kommen danach nur Kandidaten, bei denen diese Punkte passen. Die Entscheidung, wen Sie einstellen, bleibt bei Ihnen. Je nach Position gibt es eine schriftliche Bewerbergarantie und zusätzlich eine Einstellungsgarantie.
Wenn Sie einen Fachlageristen oder eine Fachkraft für Lagerlogistik suchen, sprechen wir im kostenlosen Erstgespräch über Ihre Stelle.
























