Darum geht es in diesem Artikel
Eine unbesetzte Aufzugsmonteur-Stelle kostet einen kleineren Bochumer Betrieb im Schnitt 19.269 Euro, bis sie wieder besetzt ist. Verteilt auf die durchschnittliche Besetzungsdauer sind das rund 3.615 Euro Monat für Monat, in denen die Wartungstour liegenbleibt oder fremdvergeben wird. Diese Seite zeigt Ihnen, wie sich die Zahl zusammensetzt und an welcher Stelle sie sich drücken lässt.
Aufzugsmonteur in Bochum: Was Sie jede unbesetzte Stelle 3.615 Euro pro Monat kostet
Rund 3.615 Euro. So viel kostet Sie ein einzelner Monat, in dem Ihre Aufzugsmonteur-Stelle in Bochum offen bleibt. Die Zahl stammt aus zwei belastbaren Quellen und nicht aus dem Bauch.
Eine Vakanzkosten-Studie von Stepstone betrachtet Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitenden. Für diese Größe beziffert sie die Kosten einer einzigen unbesetzten Stelle auf 19.269 Euro (via indivHR). Die durchschnittliche Vakanzzeit, also die Spanne von der Stellenausschreibung bis zur Besetzung, liegt laut Bundesagentur für Arbeit (März 2025) bei 160 Tagen. Verteilt auf diese Dauer bleiben eben jene rund 3.615 Euro pro Monat, spürbar als Überstunde für Ihre Monteure oder als teuer fremdvergebene Wartungstour.
Das Tückische an dieser Zahl ist, dass sie in keiner Rechnung auftaucht. Sie versteckt sich in den Überstunden Ihres Teams und in der Marge des Fremddienstleisters, an den Sie die Wartung abgeben. Genau deshalb unterschätzen viele Geschäftsführer sie.
Eine Bochum-spezifische Vakanzzahl für Aufzugsmonteure gibt es dabei nicht. Die Bundesagentur weist diesen Nischenberuf weder für die Stadt noch für NRW getrennt aus. Ehrlicher ist deshalb der bundesweite Wert, kombiniert mit dem größenspezifischen Kostensatz für kleinere Betriebe.
Was ein Aufzugsmonteur in NRW kostet: 40.000 bis 50.000 Euro im Jahr
Ein Aufzugsmonteur verdient in Nordrhein-Westfalen im Schnitt 45.000 Euro brutto im Jahr (Quelle: Glassdoor). Das entspricht rund 22 Euro pro Stunde. Die Spanne reicht von 40.000 Euro für Einsteiger bis 50.000 Euro für erfahrene Kräfte im oberen Viertel.
Für Ihre Kalkulation zählt aber nicht das Bruttogehalt allein, sondern die Arbeitgeber-Vollkosten inklusive Sozialabgaben. Diese liegen rund ein Fünftel über dem Bruttolohn. Wollen Sie mit den tarifgebundenen Konzernen mithalten, planen Sie besser mit dem oberen Rand der Spanne.
| Erfahrungsstufe | Brutto/Monat | Brutto/Jahr | Arbeitgeber-Vollkosten/Jahr |
|---|---|---|---|
| Einsteiger | ca. 3.330 € | ca. 40.000 € | ca. 48.400 € |
| Erfahren | ca. 3.750 € | ca. 45.000 € | ca. 54.450 € |
| Senior | ca. 4.170 € | ca. 50.000 € | ca. 60.500 € |
Die Bruttowerte in der Tabelle entsprechen dem Glassdoor-Band für NRW, vom Einstieg bis ins obere Viertel. Auf diese Löhne rechnen wir für die Vollkosten rund ein Fünftel Arbeitgeberanteil obendrauf, damit die Zahl zeigt, was die Stelle Ihren Betrieb am Ende wirklich belastet.
Warum 22 Euro Stundenlohn den Engpass in Bochum nicht erklären
Der Engpass in Bochum entsteht nicht über den Preis, sondern über die Verfügbarkeit. Der bundesweite Stundenlohn liegt laut Indeed bei 21,57 Euro pro Stunde. Für Ihre Kalkulation heißt das: Ein Aufzugsmonteur kostet Sie in Bochum keinen Cent mehr als anderswo in Deutschland. Der NRW-Schnitt bestätigt genau das, er liegt laut Glassdoor bei rund 22 Euro und damit auf demselben Niveau. Ein Gehaltsgefälle, an dem Sie mit einer Schippe drauf schnell gewinnen könnten, gibt es also nicht.
Der eigentliche Grund sitzt tiefer. Das Ruhrgebiet ist eine Hochburg der Aufzugsbranche, und die erfahrenen Monteure sind fast alle bei den großen Herstellern gebunden. Für Ihren Betrieb bleibt ein sehr kleiner, kaum bewegter Bewerberpool an frei verfügbaren Fachkräften.
Gibt es für Aufzugsmonteure in NRW einen Tarif?
Einen eigenen Flächentarif nur für Aufzugsmonteure gibt es nicht. Die großen Aufzugskonzerne im Ruhrgebiet, allen voran TK Elevator mit Sitz in Essen, orientieren die Bezahlung ihrer Monteure am Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie NRW. Für Ihren freien Betrieb heißt das: Sie konkurrieren gehaltsseitig mit tarifgebundenen Konzernen, die zusätzlich Sicherheit und Weiterbildung im Paket bieten.
Welche Qualifikation hebt das Gehalt über 50.000 Euro?
Über die 50.000-Euro-Marke hebt einen Aufzugsmonteur vor allem das sichere Arbeiten an elektronischen Aufzugssteuerungen und die schnelle Störungssuche im laufenden Betrieb. Herstellerzertifikate der großen Aufzugsbauer und die nachgewiesene Höhentauglichkeit für Arbeiten im Schacht kommen hinzu. Diese Kombination finden Sie in der Aufzugstechnik selten frei am Markt.
Die Rechnung hinter den 19.269 Euro Vakanzkosten
Die 19.269 Euro sind ein Studiendurchschnitt für kleinere Betriebe, kein fester Betrag für jeden Fall. Wichtig für Sie: Jede Größe in dieser Rechnung ist eine Annahme, die Sie mit Ihren eigenen Werten ersetzen können. Wer einen höheren Deckungsbeitrag pro Monteur erwirtschaftet als der Durchschnitt, für den fällt auch der Monatswert höher aus.
| Position | Wert (Annahme) |
|---|---|
| Vakanzkosten je unbesetzter Stelle (Betrieb bis 50 Mitarbeitende) | 19.269 € (Stepstone/indivHR) |
| Durchschnittliche Vakanzzeit | 160 Tage (Bundesagentur für Arbeit, 2025) |
| Kosten pro Tag | rund 120 € |
| Kosten pro Monat | rund 3.615 € |
Setzen Sie eine längere Vakanzzeit an, weil Sie zusätzlich einen Quereinsteiger anlernen, klettert der Gesamtbetrag schnell über die 19.269 Euro hinaus.
Warum eigener Nachwuchs die Vakanz sogar verlängert
Der naheliegendste Ausweg, eigenen Nachwuchs auszubilden, verlängert die Vakanz in der Aufzugstechnik häufig sogar. Aufzugsmonteur ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf (Quelle: gehaltsvergleich.com). Sie können also keinen Azubi über die klassische duale Ausbildung zum fertigen Monteur formen, sondern müssen Quereinsteiger aus einem Elektro- oder Metallberuf erst herstellerintern qualifizieren. Diese Monate laufen zusätzlich zu den 160 Tagen Suchzeit und schieben Ihren Monatswert weiter nach oben.
Was die Rechnung bewusst offenlässt
Der Monatswert von rund 3.615 Euro ist ein konservativer Kern, keine Obergrenze. Überstundenzuschläge, abgelehnte Wartungsaufträge und die Zeit, die Sie selbst in die Suche stecken, sind darin nicht einzeln beziffert. Genau deshalb ist der reale Betrag für die meisten Bochumer Betriebe eher höher. Für eine defensive Entscheidung reicht der Kernwert bereits: Selbst ohne die versteckten Posten kostet Sie jeder offene Monat mehr als ein volles Monatsgehalt eines erfahrenen Monteurs.
Wie Sie das Zeitfenster von 160 Tagen deutlich verkürzen
Zwei Wege probieren Bochumer Aufzugsbetriebe zuerst, und keiner schließt dieses Fenster allein. Der eigene Nachwuchs fällt als schnelle Lösung aus, weil es den Ausbildungsberuf nicht gibt und die Qualifizierung von Quereinsteigern Monate dauert. Die Stellenanzeige auf den Jobportalen wiederum erreicht kaum jemanden, weil die wenigen erfahrenen Monteure fest bei TK Elevator, Kone oder Schindler im Ruhrgebiet angestellt sind und gar nicht aktiv suchen.
Was bewegt in einem so engen Markt überhaupt etwas? Die direkte Ansprache passender Monteure dort, wo sie heute arbeiten, verbunden mit Empfehlungen aus der kleinen lokalen Fachszene und einem laufenden statt einmaligen Suchprozess. Bei verwandten Rollen wie dem Servicetechniker funktioniert derselbe Weg.
Diesen laufenden Suchprozess bauen wir bei FokusFachkraft für Aufzugsbetriebe im Ruhrgebiet auf. Unsere Mitarbeiter-Maschine 2.0 verbindet einen sichtbaren Arbeitgeberauftritt (im Fachjargon: Employer Branding), die gezielte Ansprache passender Fachkräfte in Ihrer Region und einen festen Ablauf bis zur telefonischen Vorauswahl.
450+ Fachbetriebe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten bereits so mit uns. Der Erfahrungswert über alle betreuten Positionen liegt bei ⌀ 26 Tagen bis zur Besetzung, nachzulesen unter unseren Kundenergebnissen. In unseren Projekten entstehen dabei typischerweise 8 bis 10 qualifizierte Bewerbungen je Position. Am Ende steht mindestens eine vertraglich garantierte Einstellung.
Statt 160 Tage auf den Monteur zu warten, den Ihr Wartungsplan braucht, schrumpft dieses Zeitfenster damit deutlich.
Was Sie jetzt einplanen sollten: Jeder Monat Wartezeit kostet Sie rund 3.615 Euro, und eigener Nachwuchs verkürzt diese Wartezeit in der Aufzugstechnik nicht. Der Hebel liegt in der Suchgeschwindigkeit, nicht im Gehalt. Rechnen Sie deshalb zuerst Ihren eigenen Monatswert durch und stellen Sie ihn den Kosten einer schnelleren Besetzung gegenüber.
Ihren konkreten Monatswert und den Weg zu einer spürbar kürzeren Besetzung besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch.
Was die offene Aufzugsmonteur-Stelle Ihren Betrieb kostet






